{"id":32247,"date":"2022-08-17T12:12:32","date_gmt":"2022-08-17T10:12:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.secuinfra.com\/?p=32247"},"modified":"2023-12-13T14:27:40","modified_gmt":"2023-12-13T13:27:40","slug":"jobs-in-der-it-security-wo-bleiben-die-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/techtalk\/jobs-in-der-it-security-wo-bleiben-die-frauen\/","title":{"rendered":"Jobs in der IT (-Security): Wo bleiben die Frauen?"},"content":{"rendered":"<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_84 counter-flat ez-toc-counter ez-toc-white ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">[inhalt_uebersetzt]<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/techtalk\/jobs-in-der-it-security-wo-bleiben-die-frauen\/#Die_aktuelle_Situation_Zahlen_Fakten_Hintergruende\" >Die aktuelle Situation: Zahlen, Fakten, Hintergr\u00fcnde<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/techtalk\/jobs-in-der-it-security-wo-bleiben-die-frauen\/#Ein_Blick_zurueck_Die_Bedeutung_der_Frau_fuer_die_Entwicklung_der_Informatik\" >Ein Blick zur\u00fcck: Die Bedeutung der Frau f\u00fcr die Entwicklung der Informatik<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/techtalk\/jobs-in-der-it-security-wo-bleiben-die-frauen\/#Warum_gibt_es_noch_so_wenig_Frauen_in_der_IT_Security_Branche\" >Warum gibt es (noch) so wenig Frauen in der IT Security Branche?<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/techtalk\/jobs-in-der-it-security-wo-bleiben-die-frauen\/#Security_Jobs_heute_Ausbildung_Studium_und_persoenliche_Voraussetzungen\" >Security Jobs heute: Ausbildung\/ Studium und pers\u00f6nliche Voraussetzungen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/techtalk\/jobs-in-der-it-security-wo-bleiben-die-frauen\/#Einblick_in_meinen_Arbeitstag_als_Cyber_Defense_Consultant\" >Einblick in meinen Arbeitstag als Cyber Defense Consultant<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-6\" href=\"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/techtalk\/jobs-in-der-it-security-wo-bleiben-die-frauen\/#Fazit\" >Fazit<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<p>Letztes Jahr lag der Frauenanteil in der IT-Branche gem\u00e4\u00df<a  href=\"https:\/\/appsso.eurostat.ec.europa.eu\/nui\/show.do?dataset=isoc_sks_itsps&amp;\"  dpc-external=\"true\"  target=\"_blank\"  rel=\"nofollow\" > Eurostat<\/a> bei gerade mal 18 Prozent. Schaut man sich die IT-Studieng\u00e4nge an, wird es nicht besser. Hier liegt der Anteil der Frauen unter den Studierenden bei einem Viertel \u2013 was sich aber noch unterbieten l\u00e4sst. Denn in IT-Ausbildungsberufen sind gerade mal 7 % der Auszubildenden weiblich. Woran liegt es, dass auch heute noch die Frauen in der IT so deutlich unterrepr\u00e4sentiert sind? Fehlt es an Vorbildern, an interessanten Aufgaben oder sind es gar die eingangs angeschnittenen Vorurteile, die Frauen von IT-Berufen abhalten? In meinem heutigen TechTalk Beitrag versuche ich, Antworten auf diese Fragestellungen zu finden.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Die_aktuelle_Situation_Zahlen_Fakten_Hintergruende\"><\/span><strong>Die aktuelle Situation: Zahlen, Fakten, Hintergr\u00fcnde<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Im Zuge meiner Recherche zu diesem Beitrag stolperte ich immer wieder \u00fcber die immer gleichen Zahlen. Egal ob in Deutschland, Europa oder der Welt: Frauen machen bestenfalls 20 % in der IT aus. Warum ist das so, frage ich mich?<\/p>\n<p>Machen Sie sich einmal den Spa\u00df und f\u00fcttern Sie g\u00e4ngige Suchmaschinen mit Kombinationen wie \u201eFrauen und IT\u201c: Wirklich interessante Fakten und Hintergr\u00fcnde zum Thema Frauen in der IT finden Sie erst auf den zweiten Blick. Interessante Pers\u00f6nlichkeiten wie die deutsche <strong>Softwareentwicklerin,<\/strong> <strong>IT-Sicherheitsexpertin und Aktivistin Lilith Wittmann<\/strong> bleiben so in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung trotz beeindruckender Leistungen in der zweiten Reihe. Lilith Wittmann deckte 2021 eklatante Sicherheitsl\u00fccken in der App Luca und der Wahlkampf-App der CDU auf. Der Dank: Eine Strafanzeige durch den Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der CDU. Zwar wurde die Anzeige sp\u00e4ter zur\u00fcckgezogen und das Verfahren gegen die Sicherheitsexpertin eingestellt \u2013 dennoch hat es Lilith Wittmann nicht in die <strong>\u201eHall of Fame der IT\u201c<\/strong> geschafft. Die Hall of Fame ist eine Zusammenstellung der Redaktion der COMPUTERWOCHE, die \u201egeniale Entwickler, Softwarepioniere und TOP-CIOs\u201c aus der deutschen IT-Branche auflistet. So wenig bereits in der Beschreibung dieser Liste weibliche Endungen eingesetzt werden, so wenig Weiblichkeit findet sich auch in der Aufz\u00e4hlung. N\u00e4mlich in der Summe: Null. Dietmar Hopp von SAP, Lars Hinrichs von XING, Johannes Nill von AVM oder Klaus Straub von BMW: Alles zweifelsohne hervorragende Fachkr\u00e4fte in der IT. Nur stellt sich mir die Frage, warum eine Lilith Wittmann oder die deutsche <strong>Informatikerin und Fach-Autorin Ute Claussen<\/strong> in dieser Liste nicht auftauchen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Ein_Blick_zurueck_Die_Bedeutung_der_Frau_fuer_die_Entwicklung_der_Informatik\"><\/span><strong>Ein Blick zur\u00fcck:<\/strong> <strong>Die Bedeutung der Frau f\u00fcr die Entwicklung der Informatik<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p><strong>\u00dcberspitzt kann man es so formulieren: There are no women on the Internet!<\/strong> Zwar sind wir online, spielen, shoppen und stellen die Mehrheit in den sozialen Netzwerken. Aber wir konsumieren und \u00fcberlassen das Gestalten unserer liebgewonnenen digitalen Welten den M\u00e4nnern. Die IT-Welt von heute ist eine reine M\u00e4nnerd\u00f6mane. Oder sagen wir besser: sie hat sich zu einer solchen entwickelt. <strong>Denn ein Blick zur\u00fcck in die gar nicht so weit entfernte Vergangenheit zeigt, dass es noch vor rund 40 Jahren ganz anderes aussah.<\/strong> Programmieren war damals ein typischer Frauenberuf und 1987 betrug der Frauenanteil unter den Softwareentwicklern in den USA 42 %. Nicht, dass die 1980er Jahre deutlich feministischer ausgerichtet waren. Der hohe Frauenanteil lag vielmehr daran, dass es sich bei den einstigen Programmieraufgaben um Flei\u00dfarbeiten f\u00fcr B\u00fcro-\u201eFrolleins\u201c mit niedrigem Status handelte.<\/p>\n<p>Die Informationstechnologie reicht nat\u00fcrlich deutlich weiter zur\u00fcck \u2013 und ist in ihren absoluten Anf\u00e4ngen wirklich weiblich dominiert gewesen. Wissen Sie beispielsweise, dass das erste Programm f\u00fcr eine Maschine, das jemals geschrieben wurde, aus der Feder einer Frau stammte? Ada Lovelace war der Name der Dame, die als Mathematikerin die Grundlagen des Programmierens pr\u00e4gte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_32239\" aria-describedby=\"caption-attachment-32239\" style=\"width: 724px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-32240\" src=\"https:\/\/www.secuinfra.com\/wp-content\/uploads\/bedeutung-der-frauen-fuer-die-it.jpg\" alt=\"\" width=\"724\" height=\"483\" srcset=\"https:\/\/www.secuinfra.com\/wp-content\/uploads\/bedeutung-der-frauen-fuer-die-it.jpg 724w, https:\/\/www.secuinfra.com\/wp-content\/uploads\/bedeutung-der-frauen-fuer-die-it-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.secuinfra.com\/wp-content\/uploads\/bedeutung-der-frauen-fuer-die-it-24x16.jpg 24w, https:\/\/www.secuinfra.com\/wp-content\/uploads\/bedeutung-der-frauen-fuer-die-it-36x24.jpg 36w, https:\/\/www.secuinfra.com\/wp-content\/uploads\/bedeutung-der-frauen-fuer-die-it-48x32.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-32239\" class=\"wp-caption-text\">Nach Ada Lovelace, die 1852 mit nur 37 Jahren verstarb, folgten viele Frauen, die die Entwicklung hin zur Erfindung des ersten Computers mittrugen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch dass wir heute mit modernen Programmiersprachen und nicht mit Nullen und Einsen in der IT arbeiten, geht auf eine Frau zur\u00fcck. <strong>Grace Hopper entwickelte den ersten Compiler (A-0) und leistete mit der Programmiersprache FLOW-MATIC wichtige Grundlagenarbeit zur Entwicklung der Programmiersprache COBOL.<\/strong> Nur durch die Beharrlichkeit von \u201eAmazing Grace\u201c, in der IT auf allgemeinverst\u00e4ndliche Sprache zusetzen, sind die auch noch heute von uns verwendeten Compiler, Interpreter und Programmiersprachen erst entstanden. Ach ja, auch wenn das \u201eDebuggen\u201c von Programmfehlern zu Ihrer t\u00e4glichen Arbeit geh\u00f6rt, arbeiten Sie indirekt mit Grace Hopper zusammen. Denn der \u201efirst actual case of bug being found\u201c geht auf eine Motte zur\u00fcck, die ein Relais eines Computers in Hoppers Mark II Projectes lahmlegte.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Warum_gibt_es_noch_so_wenig_Frauen_in_der_IT_Security_Branche\"><\/span><strong>Warum gibt es (noch) so wenig Frauen in der IT Security Branche?<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>In der deutschen Berufswelt tummeln sich unz\u00e4hlige bestens ausgebildete, hochmotivierte Frauen, die Gro\u00dfartiges leisten. Jedoch machen nach wie vor die meisten meiner Geschlechtsgenossinnen einen gro\u00dfen Bogen um die IT Security Branche \u2013 eine These, die ich mit einem kurzen Rundum-Blick in Richtung meiner Arbeitskollegen untermauern kann. Nat\u00fcrlich frage ich mich, was die Erkl\u00e4rung f\u00fcr diese einseitig geschlechtsspezifische Zusammensetzung der IT-Welt sein k\u00f6nnte. Wenn Mitte der 1980er Jahre noch 40 % der Informatik-Absolventen Frauen waren und dieser Wert gerade mal 40 Jahre sp\u00e4ter dramatisch eingebrochen ist, muss es einfach Gr\u00fcnde geben. Es gibt Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze, die den R\u00fcckgang der Frauen in der IT mit dem Platzen der Tech-Blase Anfang der 2000er Jahre begr\u00fcnden. Damals verlie\u00dfen viele Frauen die IT-Branche und kehrten nicht mehr zur\u00fcck. F\u00fcr mich ist das ein Grund &#8211; aber sicherlich nicht DER ausschlaggebende Faktor. Einen deutlich interessanteren Ansatz habe ich im <a  href=\"https:\/\/aisel.aisnet.org\/jais\/\"  dpc-external=\"true\"  target=\"_blank\"  rel=\"nofollow\" >\u201eJournal of the Association for Information Systems\u201c<\/a> gefunden. Der Artikel mit dem etwas sperrigen Namen \u201eComparing Three Theories of the Gender Gap in Information Technology Careers: <a  href=\"https:\/\/aisel.aisnet.org\/jais\/vol22\/iss4\/3\/\"  dpc-external=\"true\"  target=\"_blank\"  rel=\"nofollow\" >&#8222;The Role of Salience Difference\u201d<\/a>\u00a0f\u00fchrt drei Theorien auf, die uns Menschen bei der Berufswahl begleiten. Und offensichtlich Frauen davon abhalten, in die IT Security Branche einzusteigen:<\/p>\n<h3><strong>1) Erwartungswert-Theorie<\/strong><\/h3>\n<p>Gem\u00e4\u00df dieser Theorie w\u00e4hlen wir Berufe, die unserem Interesse am Fachgebiet und den Erfolgserwartungen entsprechen. Wir w\u00e4hlen dabei bevorzugt die Berufe, bei deren Aus\u00fcbung wir auf unsere eigenen, st\u00e4rksten F\u00e4higkeiten vertrauen. Und jetzt wird es interessant: W\u00e4hrend ein Mann nur eine oder wenige dominante, kognitive F\u00e4higkeiten besitzt, verf\u00fcgen Frauen \u00fcber eine ganze Palette \u00e4hnlicher kognitiver F\u00e4higkeiten in unterschiedlichen Bereichen. Die Autoren schlussfolgern daraus, dass sich Frauen nicht von der IT abwenden, weil ihnen die erforderlichen F\u00e4higkeiten fehlen. Sondern weil sie vielmehr so viele F\u00e4higkeiten besitzen, die zu deutlich mehr Karriereoptionen f\u00fchren.<\/p>\n<h3><strong>2) Rollenkongruenz-Theorie<\/strong><\/h3>\n<p>Diese Theorie besagt, dass Menschen Karrierewege gem\u00e4\u00df ihrer Sozialisierung einschlagen. In der klassischen Erziehung werden M\u00e4nner motiviert, Macht, Geld, Statussymbole und individuelle Leistung als erstrebenswert zu erachten. Frauen hingegen werden in ihren jungen Jahren eher in Richtung soziale Interaktion, Gemeinschaftssinn und Altruismus gepusht. Die MINT-Disziplinen \u2013 Mathematik, Ingenieurswissenschaften, Naturwissenschaften und Technik \u2013 werden gesellschaftlich eher der m\u00e4nnlichen Sozialisierung zugeschrieben. Das k\u00f6nnte ein Grund sein, dass immer noch so wenig Frauen eine Karriere in diesen Bereichen einschlagen.<\/p>\n<h3><strong>3) Feldspezifische F\u00e4higkeits\u00fcberzeugungs-Theorie<\/strong><\/h3>\n<p>M\u00e4nnern und Frauen werden unterschiedliche, angeborene F\u00e4higkeiten zugeschrieben. Das ist zwar in meinen Augen nicht haltbar, dennoch ist der Glaube an \u201eangeborene Talente\u201c gesellschaftlich weit verbreitet. Sind M\u00e4nner davon \u00fcberzeugt, ein Talent in der IT zu besitzen, w\u00e4hlen sie einen entsprechenden Beruf. Frauen hingegen, man schaue auf die erste Theorie, sind bei gleicher \u00dcberzeugung auch davon \u00fcberzeugt, andere zus\u00e4tzliche F\u00e4higkeiten zu besitzen \u2013 und w\u00e4hlen in der Regel eine Karriere au\u00dferhalb der IT.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Security_Jobs_heute_Ausbildung_Studium_und_persoenliche_Voraussetzungen\"><\/span><strong>Security Jobs heute: Ausbildung\/ Studium und pers\u00f6nliche Voraussetzungen<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Als Teil der SECUINFRA bin ich als Cyber Defense Consultant in einer m\u00e4nnerdominierten Umgebung t\u00e4tig. Ich meine jedoch, dass gerade die IT-Sicherheitsbranche von einem Plus an Weiblichkeit deutlich profitieren w\u00fcrde. In Bezug auf die oben genannte \u201eFeldspezifische F\u00e4higkeits\u00fcberzeugungs-Theorie\u201c w\u00fcrde ich Eigenschaften wie Durchhalteverm\u00f6gen, Frustrationstoleranz und Gr\u00fcndlichkeit \u2013 alles elementare Soft Skills f\u00fcr den Job \u2013 zumindest in meinem Fall als schon immer gegeben zuordnen. Ob es nicht vielen weiblichen Job-Anw\u00e4rterinnen genauso geht? \ud83d\ude09<\/p>\n<p><strong>Cyber Defense Consultants sind zweifelsohne gefragt \u2013 und es ist dabei vollkommen unerheblich, ob sie die Karriere als Mann oder Frau einschlagen.<\/strong> Viel wichtiger ist ein abgeschlossenes Studium der Informatik oder ein spezifischer Studiengang mit dem Schwerpunkt IT-Forensik oder IT-Sicherheit. Meine Erfahrung zeigt, dass sowohl breit gef\u00e4cherte Studieng\u00e4nge wie die Informatik als auch hochspezialisierte Pendants hervorragend als Vorbereitung f\u00fcr den Job geeignet sind. Auch mit einer erfolgreich absolvierten Ausbildung in einem technischen IT-Beruf, beispielsweise zur Fachinformatikerin, gelingt der Einstieg in den Beruf &#8211; vor allem dann, wenn bereits Erfahrungen in der allgemeinen IT, beispielsweise als Softwareentwicklerin oder Administratorin, vorhanden sind.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Einblick_in_meinen_Arbeitstag_als_Cyber_Defense_Consultant\"><\/span><strong>Einblick in meinen Arbeitstag als Cyber Defense Consultant<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Es gibt keinen typischen \u201eArbeitsalltag\u201c in meinem Job als Cyber Defense Consultant. Der Ablauf meines Arbeitstages h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich von aktuell laufenden Kundenprojekten ab und untergliedert sich beispielsweise in die Bereiche:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Tagesgesch\u00e4ft<\/strong> (zum Beispiel Monitoring privilegierter Berechtigungen bei bestimmten Anwendungen)<\/li>\n<li><strong>Beziehungsaufbau und \u2013 vertiefung beim Kunden<\/strong><\/li>\n<li><strong>Beratung des Kunden bei IT-Security relevanten Themen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Entwicklung und Implementierung von SIEM Use Cases<\/strong> (Zu diesem spannenden Bereich hat mein Kollege Merlin Blohm einen aufschlu\u00dfreichen Beitrag verfasst: <a href=\"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/techtalk\/secuinfra-job-insights-meine-aufgaben-als-siem-use-case-entwickler\/\">&#8222;Meine Aufgaben als SIEM Use Case-Entwickler&#8220; <\/a><\/li>\n<li><strong>Steuerung des Providers bei Anbindung von neuen Data Sources<\/strong><\/li>\n<li><strong>Analyse<\/strong> bereitgestellter Log-Files, Projektplanung und Meetings (Kommunikationsaustausch mit am Projekt beteiligten Kollegen).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jeder Tag ist somit einzigartig, weswegen man anpassungsf\u00e4hig und auch bereit sein muss, ggf. einen anderen Gang einzulegen, um sich den Bed\u00fcrfnissen des Kunden anzupassen.<\/p>\n<h3><strong>Wer von meinen Geschlechtsgenossinnen f\u00fchlt sich angesprochen? Schaut doch gleich einmal bei unseren <a href=\"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/career\/\">aktuellen Stellenausschreibungen<\/a> vorbei!\u00a0<\/strong><\/h3>\n<div class=\"fazit\"><\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Fazit\"><\/span><strong>Fazit<\/strong><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Trotz aller Fortschritte in Sachen Gleichberechtigung: Die IT ist auch 2022 immer noch eine M\u00e4nnerdom\u00e4ne. Gerade mal 20 % betr\u00e4gt der Anteil der Frauen in IT-Berufen \u2013 und das trotz bester Zukunftsaussichten, interessanter Gehaltsstrukturen und immenser Aufstiegschancen. Unterschiedliche Theorieans\u00e4tze versuchen, die fehlende weibliche Expertise in der IT zu erkl\u00e4ren \u2013 was mal mehr, mal weniger gut gelingt. Grau ist aber auch eh jede Theorie, denn in Zeiten des Fachkr\u00e4ftemangels sollten uns etwaige geschlechtsspezifische Job-Klassifizierungen herzlich egal sein. Was z\u00e4hlt, ist das fachliche K\u00f6nnen \u2013 und dass Frauen und IT hervorragend harmonieren, zeigen nicht nur die Vorbilder aus l\u00e4ngst vergangenen Tagen.<\/p>\n<p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum arbeiten so wenige Frauen in der IT-Branche? Als ich mit der Arbeit an diesem Text begann, wurde mir einmal mehr bewusst, dass ich als Frau in der IT-Branche auch im Jahr 2022 noch zu einer kleinen Minderheit geh\u00f6re.<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":32242,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[245,66],"tags":[],"dpc_coauthors":[],"class_list":["post-32247","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-it-security-karriere","category-techtalk"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32247","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32247"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32247\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32242"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32247"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32247"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32247"},{"taxonomy":"dpc_coauthors","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.secuinfra.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/dpc_coauthors?post=32247"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}