- Ordnen Sie Ihre KI-Systeme ein: Ihre Rolle, verbotene Praktiken, Hochrisiko-KI-Systeme, Transparenz
- Klarer Fokus auf die Betreiberpflichten, vertieft in neun Fallstudien
- Logging und Cybersicherheit im Fokus: Warum Compliance allein nicht reicht
- Aktueller Rechtsstand und wie Sie auf dem Laufenden bleiben
- Nutzen Sie den Workshop als Teil Ihrer Maßnahmen zur KI-Kompetenz (Artikel 4)
CLASSIFY
KI System oder nicht? Anbieter oder Betreiber? KI-System verboten? Hochrisiko-KI-System? Ordnen Sie Ihr KI-Portfolio
COMPLY
Alle Betreiberpflichten: Von der Beschaffung bis zum Vorfall, inkl. Grundrechte-Folgenabschätzung, Logging und Meldewege.
CONNECT
Wie der AI Act mit angrenzenden Gesetzen und Pflichten zusammenwirkt.
Darum den EU AI Act Workshop von SECUINFRA!
Wo das Recht heute steht
Der Digital Omnibus zur KI (Verordnung (EU) 2026/1744) hat die Anwendung der Hochrisiko-Regeln verschoben. Mehrere Pflichten gelten aber bereits heute.
Vereinfachte Übersicht, Stand November 2026. Keine Rechtsberatung.
Trainingskonzept – passt unser Workshop zu Ihnen?
Der Workshop befähigt Betreiber, selbst mit dem AI Act zu arbeiten: Systeme einordnen, Pflichten ableiten und Lücken schließen – direkt mit dem Gesetzestext und offiziellen Leitlinien.
Richtig für Sie, wenn …
- Sie KI-Systeme von Drittanbietern einsetzen (z. B. SaaS-Lösungen oder in Standardsoftware integrierte KI-Funktionen)
- Sie in einem der folgenden Bereiche tätig sind
- Compliance / Governance
- IT / Informationssicherheit
- Produktverantwortung / Einkauf
- ein Security Operations Center (SOC), das ein KI-basiertes UEBA-Tool (User and Entity Behaviour Analytics) einsetzt.
- ein Arbeitgeber, der Bewerbungen mit einer CV-Screening-SaaS vorsortiert
- eine Bank oder Versicherung mit zugekauften Scoring- oder Tarifierungsmodellen
- eine Kommune, die Anfragen mit einem KI-Assistenten priorisiert
- ein Unternehmen, das Copiloten und Bildgeneratoren ausrollt
Nicht richtig für Sie, wenn …
- Sie KI-Systeme oder GPAI-Modelle entwickeln und Konformitätsbewertung, CE-Kennzeichnung oder ein QMS benötigen
- Sie eine rechtliche Beratung zu einem konkreten Fall benötigen
Hinweis: Tag 3 enthält ein eigenes Kapitel zum AI Act in Deutschland (KI-MIG, Bundesnetzagentur, Betriebsrat).
Was bietet der Kurs?
- Betreiber Fokus
- Direkte Arbeit mit Gesetzestexten und offiziellen Leitlinien
- 9 Fallstudien, Quizze und Ihr eigenes KI-Inventar
- Lieferantenprüfung und Klauseln, auf die Sie in Verträgen achten sollten
- Security-Perspektive: Lücken im Logging und Betrachtung von Aspekten der Cybersicherheit
- Durchsetzung in Deutschland mit Themen wie dem KI-Marktüberwachungs-und-Innovationsförderungs-Gesetz (KI-MIG) und der Bundesnetzagentur
Was bietet der Kurs nicht?
- Rechtsberatung oder eine verbindliche Bewertung Ihrer Systeme
- Anbieter-Themen in der Tiefe (Konformitätsbewertung, technische Dokumentation, QMS, CE-Kennzeichnung)
Was Sie mitnehmen
Folien-Handout mit Quellen
Ausführliche Folien, die auch ohne Trainer als Nachschlagewerk funktionieren. Sie erhalten sie vor jedem Tag ohne Lösungen und danach vollständig. Jede Folie referenziert den zugrunde liegenden Artikel, Erwägungsgrund oder die Leitlinie.
Ihr eigenes KI-Inventar
Über drei Tage bauen Sie Schritt für Schritt ein Inventar für 3–5 Ihrer KI-Tools auf: Einordnung, geltende Pflichten, Lücken, zuständige Behörde und nächste Schritte.
Teilnahmebescheinigung
Dokumentiert Ihre Teilnahme und kann als Nachweis für eine Ihrer Maßnahmen zur KI-Kompetenz (Art. 4) dienen.
Agenda und Schulungsinhalte
Drei Tage, drei Fragen – jeder Tag verbindet Theorie, Fallstudien und Quizze und endet mit dem nächsten Schritt Ihres eigenen KI-Inventars.
Tag 1: Classify – Wer sind wir und womit haben wir es zu tun?
Agenda
- Der AI Act nach dem Digital Omnibus: Rechtsstand, Zeitplan, Übergangsregeln (Art. 111)
- Anwendungsbereich und Definition des KI-Systems
- KI-Modell vs. KI-System mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI)
- KI-Kompetenz (Art. 4, geänderte Fassung)
- Anbieter vs. Betreiber und der Rollenwechsel nach Art. 25
- Risikoklassifizierung: Anhang I, Anhang III, Art. 6(3)
- Die 10 verbotenen Praktiken (Art. 5)
Lernziele
- KI-Systeme korrekt klassifizieren
- Mögliche Wechsel von der Betreiber- zur Anbieterrolle erkennen
- Bereits geltende und künftige Pflichten kennen
Tag 2: Comply – Was muss ein Betreiber tun?
Agenda
- Die Betreiberpflichten nach Art. 26 entlang ihres Lebenszyklus: vor dem Einsatz, beim Einsatz, im laufenden Betrieb
- Lieferantenprüfung
- Grundrechte-Folgenabschätzung (Art. 27)
- Logging und Cybersicherheit: was Art. 12 und 15 nicht abdecken
- Meldung schwerwiegender Vorfälle (Art. 73)
Lernziele
- Die Betreiberpflichten kennen und den eigenen Hochrisiko-Systemen zuordnen
- Notwendigkeit einer Grundrechte-Folgenabschätzung beurteilen
- Sicherheitsorientiertes Logging aufsetzen
- Meldekette für schwerwiegende Vorfälle kennen
Tag 3: Connect – Wie fügt sich alles ins Gesamtsystem?
Agenda
- Transparenzpflichten (Art. 50) inkl. Leitlinien der Kommission und Praxisleitfaden
- GPAI-Wertschöpfungskette, Kooperation nach Art. 25 und Vertragsklauseln
- Angrenzendes Recht: DSGVO, Betriebsrat (BetrVG), Produkthaftung, CRA, NIS2, DORA
- EU-Ökosystem: Normen, KI-Büro, notifizierte Stellen, KI-Reallabore
- Der AI Act in Deutschland: KI-MIG, Bundesnetzagentur, Bußgelder, Rechte Betroffener
- Leitlinien, freiwillige Instrumente – und wie Sie auf dem Laufenden bleiben
Lernziele
- Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Inhalte beurteilen
- Benötigte Informationen des Anbieters vertraglich absichern
- Zuständige Behörde bestimmen und Roadmap 2026–2030 erstellen
- Rechtliche Entwicklungen selbstständig verfolgen
Termine & Kosten
Mengenrabatt, siehe FAQ
Nächste offene Termine:
Sprechen Sie uns für weitere Informationen an.
Die meisten Organisationen entwickeln KI nicht selbst, sondern setzen sie ein. Dieser Workshop zeigt, was das für Ihre Rolle, Ihre Verantwortung und Ihre nächsten Schritte bedeutet.
Die wichtigsten FAQ – EU AI Act Workshop
Ist der Workshop eine verbindliche Rechtsberatung?
Nein, wir sind Cyber-Defense-Experten, keine Juristen. Der Workshop erklärt das Gesetz und die offiziellen Leitlinien, aber Leitlinien der Kommission sind nicht verbindlich, und verbindlich auslegen kann den AI Act nur der Gerichtshof der EU. Für Ihren konkreten Fall ziehen Sie bitte Ihre Rechtsabteilung oder Rechtsberatung hinzu.
Sind die Inhalte aktuell?
Ja. Die Inhalte bilden den AI Act in der Fassung des Digital Omnibus zur KI (Verordnung (EU) 2026/1744), die veröffentlichten Leitlinien und das deutsche KI-MIG ab. Wir prüfen die Inhalte vor jedem Termin, und die Unterlagen nennen ihren Rechtsstand.
Ist der Workshop auch für Entwickler von KI-Systemen geeignet?
Der Workshop richtet sich an Betreiber. Anbieter-Themen wie Konformitätsbewertung, technische Dokumentation, QMS oder CE-Kennzeichnung werden nur so weit behandelt, wie Betreiber sie prüfen müssen. Er zeigt aber, wann ein Betreiber zum Anbieter wird (Art. 25). Das ist relevant, wenn Sie auf Modellen Dritter aufbauen oder Systeme unter eigenem Namen anbieten.
Die Hochrisiko-Regeln gelten erst ab Dezember 2027 – warum ist der Workshop jetzt wichtig?
Weil KI-Kompetenz (Art. 4), verbotene Praktiken (Art. 5) und Transparenzpflichten (Art. 50) bereits gelten, ebenso DSGVO und Rechte des Betriebsrats. Und Verträge, die Sie heute schließen, können bis 2027/28 laufen. Deshalb müssen Sie die Betriebsanleitungen, Protokolle und Informationen sichern, von denen Ihre künftigen Betreiberpflichten abhängen.
Zählt der Workshop zur KI-Kompetenz (Art. 4)?
Er ist ein Teil der rechtlichen Aspekte der KI-Kompetenz, und die Teilnahmebescheinigung können Sie Ihren dokumentierten Maßnahmen nach Art. 4 hinzufügen (Art. 4 verlangt kein bestimmtes Zertifikat). Beschäftigte benötigen weiterhin Schulungen zu den konkreten KI-Systemen, die sie nutzen; diese kann der Workshop nicht ersetzen.
In welchen Sprachen ist der Workshop möglich?
Der Workshop findet auf Deutsch oder Englisch statt. Die Folien sind auf Englisch und enthalten die deutschen Schlüsselbegriffe – so können Sie in der englischen und deutschen Fassung des Gesetzes und der offiziellen Quellen recherchieren.
Findet der Workshop remote oder vor Ort statt?
Offene Termine finden remote via MS Teams statt. Exklusive Inhouse-Termine sind auch vor Ort bei Ihnen möglich.
Gibt es eine Urkunde?
Ja, alle Teilnehmenden erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Eine Prüfung gibt es nicht.
Wie hoch ist die maximale Teilnehmerzahl? Sind exklusive Schulungen möglich?
Maximal 10 Teilnehmende pro Termin. Sprechen Sie uns für exklusive Inhouse-Schulungen an.
Welche technischen Voraussetzungen gibt es für die Remote-Teilnahme?
Ein PC mit stabiler Internetverbindung, MS Teams (bevorzugt der lokale Client) und ein aktueller Browser (Firefox oder Chrome), um Gesetzestexte und Leitlinien zu recherchieren und an den Quizzen teilzunehmen. Ein zweiter Bildschirm ist hilfreich, um parallel zu den Folien mit dem Gesetzestext zu arbeiten.
Was kostet eine Teilnahme? Gibt es einen Mengenrabatt?
1.450 € netto pro Person für den 3-tägigen Workshop. Bei mehr als drei Anmeldungen zum selben Termin ist ein Mengenrabatt möglich.
